Ev.-Luth. Kirchgemeinde Rückmarsdorf-Dölzig
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Rückmarsdorf-Dölzig

Läuteordnung - gültig ab 01.01.2018

Die Läuteordnung der Ev.-Luth. KG Rückmarsdorf-Dölzig wurde seit der Vereinigung der Kirchgemeinden Dölzig, Frankenheim, Lindennnaundorf, Priesteblich und Rückmarsdorf mehrfach versucht zu überarbeiten und zu vereinheitlichen. Im Ergebnis dessen wurde am  06.02.2017 die nunmehr gültige Läuteordnung für die Kirchen Dölzig, Frankenheim, Lindennaundorf, Priesteblich und Rückmarsdorf beschlossen und vom Regionalkirchenamt Leipzig bestätigt.

Das Tagesläuten um 7.00 / 12.00 / 18.00 Uhr gibt es in allen Kirchen der Kirchgemeinde  Rückmarsdorf-Dölzig, außer in Priesteblich. Neu wird sein, dass am Vorabend/Samstag vor den Gottesdiensten um 18:00 Uhr gesondert geläutet wird und in Priesteblich ist es neu, dass 30 min vor Beginndes Gottesdienstes geläutet wird. Die Details der Läuteordnung und das Läuteschema für die jeweilige Kirche können im Pfarramt eingesehen werden.
Hier noch ein paar allgemeine Ausführungen zu den Läuteregeln unserer Landeskirche und Details zu den Glocken der jeweiligen Ortskirche.
I.  Allgemeine Ausführung
Die Glocken dienen dem liturgischen Gebrauch. Ihr Geläut bildet einen Bestandteil des  gottesdienstlichen Lebens der Kirche. Die Glocken rufen zum Gottesdienst, zum Gebet und zur Fürbitte.
Weil die Glocken für den besonderen Dienst der Kirche vorgesehen sind, ist ihre Verwendung zu anderen Zwecken, insbesondere auch zu dem der Menschenehrung, ausgeschlossen. Bei allgemeinen Notständen können Kirchenglocken zusätzlich den Dienst übernehmen, Menschen zu warnen oder zu Hilfe zu rufen. Auch in diesem Falle mahnen sie alle Christen zum Gebet.
Staatliche Feiertage, die gottesdienstlich nicht begangen werden, gelten hinsichtlich der Läuteordnung als Werktage. Die Zahl und Größe der im Einzelfalle läutenden Glocken richten  sich nach liturgischen Gesichtspunkten. Im Rahmen dieser Läuteordnung ist das Pfarramt für die Anordnung des jeweiligen Geläutes zuständig, bei besonderen gesamtkirchlichen Anlässen die Kirchenleitung.
Der Gebrauch der Glocken soll möglichst differenziert und charakteristisch Läuteordnung 
sein und Wert und Schönheit der Einzelglocke sowie des verbundenen Geläutes herausstellen.

 

II.  Läuteregeln
Bei den Läutearten wird unterschieden in: Einzelglocke läuten - Gruppenläuten der Glocken und Plenum, dem Vollgeläut aller Glocken. Die Zeitdauer des Läutens soll im Allgemeinen nicht länger als 5 bis 10 Minuten sein. Bei längerem Geläut ist nach 15 Minuten eine Pause einzulegen. Beim Anläuten eines Gruppengeläutes bzw. Plenums beginnt die kleinste Glocke; erst nachdem diese voll ausschwingt, d.h., nach etwa 10-15 Doppelschlägen, kommt die nächstgrößere Glocke hinzu usw. Das Ausläuten geschieht in der gleichen Reihenfolge, so dass die kleinste Glocke zuerst und die große Glocke zuletzt verstummt. Sofern die technischen Voraussetzungen wie z.B. die automatische Glockensteuerung dies nicht  zu-lassen, kann davon abgewichen werden. Das Tagesläuten soll möglichst auf die 3 Glocken verteilt werden, sofern es programmierbar  ist, damit die Nutzung der historischen Glocken  gleichmäßig erfolgt.


III. Angaben zu den Glocken der jeweiligen Kirche in Rückmarsdorf, Dölzig,Frankenheim, Lindennaundorf und Priesteblich (Quellen: Dokumente aus den jeweiligen Kirchen, vom Heimatverein Frankenheim-Lindennaundorf e.V. und Buch „Glocken in Sachsen“ von Rainer Thümmel)


IV: Geläut

Kirche Rückmarsdorf
Das Geläut in der Kirche Rückmarsdorf ist eines der 3 vollständig erhalten gebliebenen Geläute von etwa 100 gegossenen Glocken, des Glockengießers Richard Gustav Adolf Jauck - Leipzig, in Sachsen und hat beide Weltkriege überstanden. Das Jahr 1904 ist das letzte Jahr in dem der Gießer überhaupt Glocken gegossen hat. Die 3 sehr alten Glocken der Kirche Rückmarsdorf wurden 1904 neu gegossen, das Material der alten Glocken aus dem 15. Jahr-
hundert wurde dabei wiederverwendet. Die denkmalpflegerische Bedeutung dieses Geläutes kann daher als sehr hoch eingestuft werden. Das Geläut läutet in „es“ – Dur.
Große Glocke: Ton „es“ 950 kg Durchmesser 122,7 cm, Inschriften: „Selig sind die Toten, die im Herrn sterben.“, „Ehre sei Gott in der Höhe!“
Mittlere Glocke (Sterbeglocke): Ton „g“ 475 kg Durchmesser 98,1 cm, Inschriften: „Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen.“, „Friede auf Erden.“
Kleine Glocke (Taufglocke): Ton „b“ 280 kg Durchmesser 82,2 cm, Inschriften: „Lasset die Kindlein zu mir kommen.“, „Den Menschen ein Wohlgefallen.“


Kirche Dölzig
Das Geläut in der Kirche Dölzig ist ein 3er Geläut, die große und kleine Glocke sind erhalten gebliebenen und stammen ebenfalls vom Glockengießers G. A. Jauck - Leipzig, in Sachsen. Sie wurden 1867 gegossen und haben beide Weltkriege überstanden. Die Mittlere wurde 1956 durch eine Glocke von der Glockengießerei Schilling und Lattermann, Apolda und 2011 durch die nunmehr hängende von der Firma Grassmayr, Innsbruck ersetzt. Die Glocke von 1956 steht neben der Kirche Dölzig auf dem Friedhof zur Erinnerung. Der Glockenstuhl wurde 2011 erneuert. Die Glocken tragen Verzierungen und auf den Glockenkronen sind Engelsköpfen zu sehen.
Große Glocke: Ton „es“ 1.295 kg Durchmesser 133,0 cm, Inschrift: „Kommt, denn es ist alles bereitet.“
Mittlere Glocke (Sterbeglocke): Ton „ges/1“ 622 kg Durchmesser 105,0 cm, Inschriften: „Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben“
Meine Vorgängerinnen: 1867 G.A. Jauck, Leipzig 1956 Schilling & Lattermann, Apolda
Kleine Glocke (Taufglocke): Ton „a“ 325 kg Durchmesser 88,5 cm, Inschrift: „Lasset die Kindlein zu mir kommen“

Kirche Frankenheim
Das Geläut in der Kirche Frankenheim ist ein 3er-Geläut aus dem 14.-15.Jahrhundert. Die mittlere Glocke ist wohl die älteste, aber nur auf der Größten Glocke von 1464 befindet sich eine Inschrift „gloria in exelsi deo et in tera (?) pax; anno dni MCCCCLXIIII hosana“ (Übersetzung: „Die Herrlichkeit Gott in der Höhe, und auf Erden, Frieden (?), im Jahr des Herrn 1464 hosana "). Der Glockenstuhl wurde 2007/2008 erneuert, dabei wurden die  Glocken instandgesetzt.
Große Glocke: Ton „gis“ 600 kg Durchmesser 102 cm, Inschrift: „gloria in exelsi deo et in tera (?) pax; anno dni. MCCCCLXIIII hosana“
Mittlere Glocke: Ton „a“ 373 kg Durchmesser 88,6 cm, Inschrift: keine
Kleine Glocke: Ton „e“ 151 kg Durchmesser 69,0 cm, Inschrift: keine


Kirche Lindennaundorf
Das Geläut in der Kirche Lindennaundorf ist ein 3er Bronzegeläut. Die große Glocke wurde im Jahre 1516 / die mittlere im 14.Jahrhundert / die kleine Glocke im Jahre 1465 gegossen. Das Geläut blieb von der Beschlagnahme und Einschmelzung in den beiden Weltkriegen verschont. Im zweiten Weltkrieg wurde die Glocken in die höchste Gruppe „D“ eingestuft, da sie von hoher denkmalpflegerische Bedeutung sind. Der Glockenstuhl wurde 2008 restau-
riert.
Große Glocke: Ton „b“ 340 kg Durchmesser 85,5 cm, Inschrift: Die Inschrift konnte nicht entziffert werden – zu verwittert.
Mittlere Glocke: Ton „d“ 190 kg Durchmesser 69,2 cm, Inschrift: keine
Kleine Glocke: Ton „fis“ 110 kg Durchmesser 57,6 mm, Inschrift: keine


Kirche Priesteblich
In der Kirche Priesteblich gibt es nur eine Bronzeglocke gegossen im Jahre 1771 in der Glockengießerei J.C. Sieber Leipzig.
Große Glocke:  Ton „a“ 450 kg Durchmesser 90,0 cm, Inschrift: nicht bekannt

 

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an den Kirchenvorstand oder das Pfarramt wenden.
Der Kirchenvorstand

 

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